Vorbereitung auf die Buchmessen 2026: MagdeQueer und Leipziger Buchmesse


Ein neuer Blick hinter die Kulissen

Bisher habe ich auf diesem Blog vor allem Rezensionen und persönliche Lektüreeindrücke geteilt. Lesen ist aber nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch Teil meines Berufs. Deshalb möchte ich euch künftig noch stärker an meinem Alltag als freie Lektorin, Autorin und Ghostwriterin teilhaben lassen. Dazu gehören auch Veranstaltungen, bei denen ich mit Autor*innen, Leser*innen, Kolleg*innen und Verlagen in Kontakt komme. In den kommenden Wochen stehen zwei Messen im Mittelpunkt: die MagdeQueer und die Leipziger Buchmesse. Wie ich mich darauf vorbereite, erfahrt ihr hier.

MagdeQueer – eine neue Bühne für queere Literatur

Die MagdeQueer findet am 21. Februar 2026 im Bürgerhaus Alt Olvenstedt in Magdeburg statt. Von 10 bis 18 Uhr öffnen die Stände ihre Türen; der Eintritt ist frei. Als erste Buchmesse für queere Literatur in Mitteldeutschland wollen die Organisatorinnen Jessica Martin und Karo Stein einen regenbogenbunten Schirm aufspannen und alle willkommen heißen. Ein Safer Space, in dem Autor*innen signieren und Lesungen halten. Außerdem warten Book‑Blind‑Dates, eine Messe‑Rallye, ein Fotostand und ein Coffee‑Bike auf euch. Für Fans von Romanen, Fantasy, Dystopien, Krimis oder einer Mischung aus allem ist garantiert etwas dabei.

Ich freue mich ganz besonders, die MagdeQueer 2026 offiziell als Bloggerin begleiten zu dürfen. Das ist für mich eine große Ehre und zugleich eine schöne Möglichkeit, direkt von der Messe zu berichten.

Als Lektorin mit Schwerpunkt queere Literatur begeistert mich diese kleine Messe sowieso. Sie bietet die Möglichkeit, queere Autor*innen kennenzulernen, neue Stimmen zu entdecken und mich sowohl mit Selfpulisher*innen als auch Indie-Verlagen zu vernetzen. Wenn ihr ebenfalls vorbeikommen möchtet: Nehmt euch Zeit zum Stöbern und genießt das besondere Flair dieser Premiere.

Leipziger Buchmesse 2026 – Europas Frühjahrsereignis

Die Leipziger Buchmesse 2026 findet vom 19. bis 22. März 2026 auf dem Messegelände in Leipzig statt. Sie ist eine der wichtigsten Veranstaltungen der Buch‑ und Medienbranche und begleitet Europas größtes Lesefestival „Leipzig liest“. Rund 2.040 Aussteller*innen aus über 45 Ländern und 3.000 Mitwirkende bei etwa 2.900 Veranstaltungen (Zahlen von 2025) machen sie zum bedeutendsten Frühjahrsereignis der Literaturszene. Die Hallen sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Statt eines klassischen Gastlands stellt die Messe 2026 ein Fokusthema in den Mittelpunkt: „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“. Die Vielfalt des Donauraums wird in vier Themenkomplexen beleuchtet: „Zwischen Brücke und Grenze“, „Kulturen, Konflikte, Kräfte – Identität im Wandel“, „Wasserlinien – Lebens(t)räume“ und „Zeit und Wandel – Strom der Geschichte“. Zahlreiche Partner wie das Auswärtige Amt, das Goethe‑Institut und kulturelle Institutionen der beteiligten Länder gestalten das Programm und rücken die literarische Vielfalt entlang der Donau ins Rampenlicht.

Ein Höhepunkt ist der Preis der Leipziger Buchmesse, der am 19. März 2026 um 16 Uhr in der Glashalle des Messegeländes verliehen wird. Die Auszeichnung ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen in den Bereichen Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung und ist mit 60.000 Euro dotiert.

Parallel zur Buchmesse findet auch die Manga Comic Con statt. Sie ist fester Bestandteil des Leipziger Messegeschehens und richtet sich an Fans von Mangas, Comics, Anime, Cosplay und Popkultur. Auch wenn das nicht mein inhaltlicher Schwerpunkt ist, schaue ich dort gern vorbei. Schon allein, um wahrzunehmen, wie vielfältig sich Literatur, Erzählformen und Lesekulturen hier präsentieren. Die Manga Comic Con zeigt sehr deutlich, wie breit Lesen und Erzählen inzwischen verstanden werden und wie selbstverständlich unterschiedliche Szenen auf der Leipziger Buchmesse zusammenkommen.

Meine Messeplanung und Tipps

Für meine Messebesuche packe ich nur das Nötigste ein und plane die Tage frühzeitig. In meinem leichten Rucksack landen Visitenkarten, Wasser, ein Notizbuch, Tablet und Kopfhörer für die Bahnfahrt. Mein lila Stoffbeutel kennzeichnet mich als Lektorin und ist gleichzeitig praktisch. Unabdingbar sind auch bequeme Schuhe und eine Agenda; das Programm und die Aussteller schaue ich mir schon vorab an.

Ein paar Empfehlungen, die mir den Messetag erleichtern:

  • Anreise: Die Bahn ist für mich das stressfreieste Verkehrsmittel, insbesondere bei der Leipziger Buchmesse. Für Magdeburg nehme ich das Auto, weil der Veranstaltungsort außerhalb liegt.

  • Leichtes Gepäck: Nehmt nur das mit, was ihr wirklich braucht; schwere Taschen werden im Laufe des Tages belastend.

  • Planung: Schaut euch Ausstellerverzeichnis und Hallenpläne vor der Messe an, damit ihr eure Favorit*innen findet.

  • Pausen: Plant Erholungsphasen ein. In Leipzig gibt es viele Leseecken und Cafés zum Verschnaufen.

  • Preisverleihung: Wenn euch Literaturpreise interessieren, merkt euch den 19. März um 16 Uhr – dann wird der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen.

  • Netzwerken: Nutzt die Gelegenheiten zum Gespräch mit Self-Publisher*innen und Vertreter*innen kleiner Verlage. Aber auch an großen Ständen können sich wertvolle Kontakte ergeben.

Die MagdeQueer und die Leipziger Buchmesse verbinden für mich berufliches Netzwerken und die Freude am Lesen. Die MagdeQueer bietet einen intimen Rahmen, um die Vielfalt queerer Stimmen zu entdecken. Die Leipziger Buchmesse ist ein großes Fest der Literatur mit internationaler Strahlkraft und einem spannenden Fokusthema. Ich freue mich darauf, euch mitzunehmen – hier im Blog, auf Instagram und vielleicht persönlich vor Ort. Lasst uns gemeinsam eintauchen, Gespräche führen und die Geschichten feiern, die uns inspirieren.

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